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Tauber gibt Infoveranstaltung zum Thema Kampfmittelsondierung bei e-Netz Südhessen

created by Dr. Jan-Philipp Schmoldt | |   Aktuelles

„Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg sind weiterhin eine aktuelle Gefährdung bei Bauarbeiten mit Bodeneingriff“ erklärt Karoly Müller während seiner Einleitung zur Bedeutung der heutigen Kampfmittelsondierung. 

 

Die Entschärfung einer HC4000 Luftmine im Frankfurter Westend führte im Herbst 2017 zu einer der größten Evakuierungen der Nachkriegsgeschichte. Bürger, Firmen und Behörden, insbesondere aus Hessen, sind hierdurch besonders sensibilisiert worden, was das Thema angeht. Aus diesem Grund hat die Firma e-Netz Südhessen GmbH & Co. KG, unter der Planung von Herrn Günter Onkelbach, eine besondere Schulung angesetzt. Darin werden die Mitarbeiter über die Hintergründe und die damit verbundenen Gefahren der Kampfmittelräumung unterrichtet, mit der Absicht Planung und Abläufe zu optimieren und Risiken zu minimieren.

Als Referenten wurden drei Mitarbeiter der Firma Tauber Explosive Management GmbH & Co. KG eingeladen, die die verschiedenen Aspekte der Kampfmittelräumung erläutern. Der Geschäftsführer der Firma Dipl.-Ing. Thoralf Gruhl erläutert die Geschichte und Strukturen in der Firma Tauber und die Ansprechpartner in den jeweiligen Bereichen Flächensondierung, Bohrlochsondierung, Aushubüberwachung und Bergung.

Anschließend führt Dipl.-Geogr. Károly Müller mit sicherer Hand durch die komplexen, juristischen Grundlagen der Kampfmittelräumung und fasst die Pflichten für Bauherren, Auftraggeber und Bauunternehmer übersichtlich zusammen. In einem weiteren Vortragsblock gibt Müller eine Übersicht über die Bombardierung im Stadtgebiet Darmstadt und die verschiedenen Kampfmittel, die auch heute noch in Deutschland angetroffen werden können. Er erläutert die diversen Munitionsarten anhand von Schaubildern als auch mittels mitgebrachter Anschauungsobjekte.

Nach dem Mittagessen schildert Müller noch das Verfahren der Luftbildauswertung und die daraus entstehenden Erkenntnisse über die potentiellen Gefahren in den betroffenen Bereichen.

„Wenn ein Kampfmittelverdacht anhand von Luftbildern oder anderen historischen Recherchen nicht ausgeräumt werden kann, müssen in der Regel geophysikalische Sondierungen durchgeführt werden“, erklärt PhD und Dipl.-Geophys. Dr. Jan-Philipp Schmoldt den Teilnehmern. Dr. Schmoldt stellt die komplexen, physikalischen Zusammenhänge in anschaulicher Weise dar und arbeitet die Vor- und Nachteile der verschiedenen Verfahren heraus. Er gibt den Teilnehmern damit eine Richtschnur an die Hand, wie sie das jeweils passende Verfahren für eine Baumaßnahme anfordern können.

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